Spremberg/Grodk, 18.03.2025

Heute, am Dienstagabend, den 18.03.25 wird die Task Force Net Zero Valley unter Führung des Landkreises Görlitz, der kreisfreien Stadt Cottbus/Chóśebuz und unter aktiver Mitwirkung der LAUSITZRUNDE und der IHKs Cottbus und Dresden den Antrag für das erste Net Zero Valley in Deutschland an den EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné übergeben.

Neben Dr. Beate Baron, Abteilungsleiterin Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz werden auch Dr. Friederike Haase, Staatssekretärin im brandenburgischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz und ihr sächsischer Kollege Thomas Kralinski zu der Übergabe anreisen.
Anlass für diese symbolische Übergabe ist eine Podiumsdiskussion in der sächsischen Landesvertretung in Brüssel zum Thema Net Zero Industry Act und Net Zero Valley, bei der u.a. auch die Europa-Abgeordneten Dr. Christan Ehler und Matthias Ecke teilnehmen werden.

 Christine Herntier, Sprecherin und Mandatsträgerin der Lausitzrunde, ihr sächsischer Kollege Hendryk Balko (Bürgermeister Gemeinde Boxberg/O.L.) und Andreas Pfeiffer, Bürgermeister der Stadt Senftenberg vertreten das kommunale Bündnis heute in Brüssel, stellvertretend für alle 57 Mitglieder der LAUSITZRUNDE.

Mit der Stadt Cottbus/Chóśebuz war und ist das einwohnerstärkste Mitglied des Bündnisses maßgeblich an der Ausgestaltung und Fertigstellung des Antrags beteiligt. 
Dr. Markus Niggemann, Beigeordneter und Leiter des Geschäftsbereiches Finanzmanagement, Wirtschaftsentwicklung & Soziales der Stadt Cottbus/Chóśebuz wird als Stellvertreter für die gesamte Task Force Net Zero Valley den symbolischen Antrag am Abend an EU-Kommissar Séjourné übergeben.

„Dies ist ein bedeutender Schritt für die Lausitz - denn wir sind die erste Initiative in Europa, die sich auf den Weg gemacht hat, ein Net Zero Valley zu werden. Dies haben wir in der Kürze der Zeit vor allem durch die Geschlossenheit der kommunalen Vertreterinnen und Vertreter aus Brandenburg und Sachsen und den IHKs sowie weiter Wirtschaftsvereinigungen geschafft“, so Dr. Markus Niggemann.

 „Wir sind sehr erleichtert“, sagte Christine Herntier vor ihrer Abreise nach Brüssel, „dass diese extrem umfangreiche Arbeit jetzt zum großen Teil hinter uns liegt. Unser Dank geht an die Stadt Cottbus und den Landkreis Görlitz für die stets sachliche und zielorientierte Federführung dieses komplizierten Antragsverfahrens. Was nun folgt wird sicher nicht weniger anstrengend, aber wir können stärker ins Handeln kommen und den ganzen theoretischen Teil jetzt aktiv mit lebendigem Inhalt und konkreten Maßnahmen füllen. Mit Vorfreude sehen wir unter anderem der Entstehung einer länderübergreifenden Geschäftsstelle für das Net Zero Valley Lausitz entgegen“.

Für Bürgermeister Andreas Pfeiffer „beweist die Lausitz mit dem heutigen Schritt  erneut Innovationskraft, Wandelbarkeit und Engagement. Die Bewerbung zum Net Zero Valley stärkt ihre Vorreiterrolle und wird ermöglichen, Unternehmensansiedlungen durch vereinfachte Bürokratie voranzutreiben“.

"Mit der heutigen gemeinsamen Reise mit Vertretern aus Sachsen und Brandenburg nach Brüssel zeigt die Lausitz einmal mehr - „Wir wollen!, so Boxbergs Bürgermeister Hendryk Balko." Wir wollen in unsere Zukunft investieren! Wir wollen mehr Digitalisierung und schnelle Verfahren! Wir wollen nachhaltige Lösungen und neue Industrien, die den Menschen vor Ort eine Alternative zur auslaufenden Braunkohleindustrie ermöglicht und innovative Jobs schafft, die junge Menschen in die Lausitz zieht. Wir wollen Brüssel und Berlin zeigen, die Lausitz möchte das erste Net Zero Valley in Europa werden".